Pfr. Dr. Jochen Hahn

Willkommen

Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben! Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und sehen Sie sich ein wenig um. Sie werden schnell entdecken, dass Kirche auf dem Lande so manches zu bieten hat. Ihr Pfarrer Hahn.

Ev.-luth. Pfarramt Rüsseina
Pfr. Dr. J. Hahn
Rüsseina, Kirchbergstraße 8
01683 Nossen

Tel 035242/68651
Fax 035242/669700

joachim.hahn@evlks.de

 

 

kirchenbuecher

 

Friedhöfe

 

Licht an für Menschlichkeit

HERR, du siehst es ja, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen.

Kirche Wendischbora"Die Welt ist groß: Es gibt unzählige Wege dem Herren zu dienen. Es gibt auch einen für dich." (Johannes XXIII, Papst von 1958 - 1963)

In diesem Sinne sind Sie herzlich eingeladen sich über die Angebote und Möglichkeiten in unserer Kirchgemeinde Wendischbora zu informieren und Ihren ganz persönlichen Weg zu finden, sich sinnvoll und engagiert einzubringen. Jeder und Jede ist wichtig!

Kartenausschnitt KirchgemeindenAuf den folgenden Unterseiten erhalten sie weitere Infos zu nutzbaren Räumen, dem Kirchengebäude, dem Ort Wendischbora und dem Kirchenvorstand.

Für alle Besucher empfielt sich ein Blick auf die Seite Geocaching, vielleicht hat sich ja in der Nähe der Kirche was versteckt...

 

GemeindehausNachdem das alte Pfarrhaus mitten im Ort nicht mehr nutzbar war, konnte die Kirchgemeinde die alte Schule (früher Konsum) nahe der Kirche 1998 wieder in ihren Besitz nehmen und in mühevoller Arbeit zu einem Kirchgemeindehaus umbauen, das sich nun großer Beliebtheit erfreut.

Grundriss Gemeindehaus WendischboraIm Gemeindehaus treffen sich Kinder- und Jugendgruppen, musikalische Kreise und Senioren der Kirchgemeinden. Im Winter feiern wir hier Gottesdienst.


Gemeindehaus Wendischbora - GemeindesaalZudem wird das Gemeindehaus als Versammlungsraum genutzt von auswärtigen Gruppen (z. B. Freiwillige Feuerwehr, Tanzgruppe) sowie durch Privatpersonen (gegen Nutzungsentschädigung).

Das Gemeindehaus ist ausgestattet mit einer modernen kleinen Küche und hat außen eine kleine Veranda. Biertischgarnituren (10-fach) und zwei kleinere Festzelte sind vorhanden.

Anfragen für private Nutzung an:

Monika Zideck
01683 Wendischbora Nr. 50
Tel.: 035242/ 67653

03TDer Kirchenvorstand tagt etwa sechswöchentlich, zusammen mit dem Kirchenvorstand Raußlitz, wobei die Sitzungen als „Staffelsitzung" organisiert sind (separater Teil, gemeinsamer Teil) und wechselnd in Wendischbora und Raußlitz stattfinden. Der Kirchenvorstand versteht sich nicht nur als Arbeitsgruppe, sondern auch als lebendiger Gemeindekreis. Die Amtsperiode dieses Kirchenvorstandes ist sachsenweit auf sechs Jahre begrenzt. Der jetzige Kirchenvorstand wurde im September 2014 gewählt.

Die Mitglieder:

  • Benedikt, Tabea, Krankenschwester/Hausfrau aus 01683 Wendischbora
    • Vorsitzende des Kirchenvorstandes
  • Dr. Joachim Hahn, Pfarrer aus 01683 Rüsseina
    • stellv. Vorsitzender
  • Ehrlich, Margitta, Köchin aus 01683 Wendischbora,
  • Kloeber, Thomas, Tischlermeister aus 01683 Wendischbora
  • Schüttoff, Jörg, Schlosser aus 01683 Wendischbora
  • Stange-Callwitz, Mirjam, Physiotherapeutin aus 01683 Gohla
  • Göbel, Heike, Sparkassenfachwirtin aus 01683 Mahlitzsch, beratendes KV-Mitglied
  • Naumann, Rosemarie, Rentnerin aus 01683 Ilkendorf, beratendes KV-Mitglied

Kirche WendischboraWendischbora, der größte Ortsteil der Gemeinde mit 340 Einwohnern, liegt 14 km südwestlich von Meißen.

 

 

 

hier eine Daten aus der Geschichte:

    Wendischbora Luftbild (Reinhard Grigat, Kreißa)
  • Dorfform: Gassendorf, ursprünglich Rundling
  • zum großen Teil Massivbauten (vereinzelt Fachwerk), Satteldach
  • liegt an der alten Poststraße zwischen Meißen und Freiberg
  • 1372 als Wideschin Bor bezeichnet
  • Hans von Bora, aus den Geschlecht derer von Bora, war zunächst Besitzer des Gutes Wendischbora.
  • Wendischbora um 1830
  • Die Herren auf Wendischbora waren Patronate der Kirche, die ursprünglich auf dem Gelände des Rittergutes stand
  • Zwischen 1337 und 1354 verkauften derer v. Bora das Gut an die Herren von Maltitz und errichtete östlich von Wendischbora einen neuen Rittersitz, den er nun Deutschenbora nannte.
  • 1662 Pest
  • Wendischbora 1740 mit alter Kirche am Rittergut1637 und 1833 Kirche und Rittergut brennen nieder
  • 1833-34 Kirche Wendischbora wird etwas abseits des Ortes auf dem Schäferfelde des Rittergutes neu errichtet.
  • 1863 Großfeuer - sieben Gehöfte sind betroffen
  • zur Zeit der Naziherrschaft wurde Wendischbora in „Altenbora“ umbenannt und nach dem Krieg wieder in „Wendischbora“ zurückbenannt
  • bis 1973 eigenständige Gemeinde mit Vorwerk und Mahlitzsch
  • heute Ortsteil der Stadt Nossen
Kirche WendischboraNachdem die alte Kirche Wendischbora auf dem Gelände des Rittergutes mehrfach ein Opfer der Flammen wurde, konnte die Kirche auf dem freien Schäferfelde des Rittergutes 1833-34 neu errichtet werden.

Begeben Sie sich nun zu einer kleinen Führung in die Kirche Wendischbora ...

Kleiner Kunstführer Kirche Wendischbora

Herzlich willkommen in der Kirche Wendischbora!

Sie befinden sich in einer für hiesige Verhältnisse jungen Kirche. Ein Großbrand im Rittergutsgelände hatte am 16. Februar 1833 neben anderen Rittergutsgebäuden auch die dort sich befindliche Kirche zerstört. Die ehemalige Nähe der Kirche zum Schloss gibt Aufschluss über das enge Verhältnis zwischen den hier lebenden Adelsfamilien und der Kirchgemeinde.

Wappen der Familie v. SchwerdtnerIn einem Patronatsverhältnis (Schutzherrschaft) hatte die jeweilig ansässige Adelsfamilie über Jahrhunderte eine Mitverantwortung für diese Kirche übernommen. Ob im 12. Jahrhundert in dem ursprünglich slavischen Ort (vgl. dagegen die benachbarte deutsche Siedlung Deutschenbora) die Familie von Bora ansässig gewesen ist, bleibt unklar. Zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert war es die Familie von Maltitz. Später lebten auf Wendischbora die Familien von Schleinitz, Preuß, von Bomsdorf, von Feilitzsch und zuletzt die Familie von Schwerdtner, die die Reste des Rittergutes nach 1990 wieder in ihren Besitz nehmen konnten (die Wappen der Familie oberhalb im Altarraum).

EpitaphDa die Kirche im Rittergutsgelände früher bereits mehrfach durch Brände in Mitleidenschaft gezogen war, schien der freie Standort des Schäferfeldes besser geeignet. Nach nur einjähriger (!) Bauzeit konnte die Kirche am 23. November 1834 eingeweiht werden. Aus diesem Jahr stammen auch die drei Bronzeglocken, der gusseiserne Taufstein und die Orgel. Die Gesamtkosten von 4117 Talern lassen uns erstaunen und machen deutlich, was zur damaligen Zeit ein Taler wert war. Ausgeführt wurde ein Saalbau mit zwei Emporen. Der Turm war westlich in das Langhaus eingelassen. Der Gesamtaufriss des Innenraumes ist bis heute unverändert. Lediglich die Ausmalung der Kirche und die Gestaltung des Kanzelaltars wurde zur 50-Jahrfeier 1884 auf Betreiben der Patronin Freifrau von Wöhrmann umfassend erneuert (z. T. schlägt die alte Bemalung oder Entwürfe der zweiten Bemalung in den Emporenfeldern wieder durch). Bereits 1898 leistete man sich als Kirchenheizung einen sog. Wasseralfinger Ofen, der ein wunderbares Zeugnis damaliger Eisengießerkunst darstellt. Die Kosten der Unterhaltung der Heizung wurden damals aus dem Ertrag des sonst oft umstrittenen „Klingelbeutels" erbracht (Kollekte im Gottesdienst).

1998 konnte in die Kirche eine elektrische Heizung installiert und 1999 der gesamte Kircheninnenraum (Wände) neu gestrichen werden. Die farbliche Restauration der Holzeinbauten bleibt eine Aufgabe der Zukunft.

Der Kanzelaltar

Kirche Wendischbora Innen zu ErntedankVor Ihnen erhebt sich ein Kanzelaltar, wie er sich in sächsischen Kirchen häufig findet. Bei den Neugestaltungen des Kanzelaltars 1884 durch Architekt Kandler wurden oben aufgesetzte Schmuckelemente abgenommen (vgl. Bild), dafür die seitliche Berankung und die Bekrönung der Kanzel hinzugefügt. Die klassische Ausführung des Kanzelaltares, wie sie z. B. in Rüsseina oder in Raußlitz zu sehen ist, ist hier leicht reduziert, aber immer noch vom protestantischen Grundkonzept geprägt: Der KanzelKanzelaltar wird von oben nach unten „gelesen". Die sonnenähnliche Gloriole mit dem Symbol des dreieinigen Gottes steht für die Herrlichkeit Gottes. Gott ist aber nicht im Himmel "gefangen", sondern leuchtet in diese Welt hinein. Der Himmel ist offen (die sonst den Himmel andeutenden zwei Himmels-Gewölbehälften fehlen hier). Die Herrlichkeit Gottes wird durch sein Wort (Kanzel) unter die Menschen gebracht. Die Taube unterhalb des Kanzeldeckels deutet auf den Heilige Geist Gottes, der durch sein Wort unter Menschen lebendig wirkt und Frieden verkündigt. Unter dem Wort Gottes versammelt sich die Gemeinde um den Altar zum Abendmahl. Wort Gottes und christliche Gemeinschaft gehören zusammen.

Die Orgel

Orgel Es existieren nur noch acht Orgeln aus der Orgelwerkstatt Müller/ Reiß aus Neugersdorf/ Lausitz. Der geschickte Orgelbauer Christian Friedrich Reiß hatte in die Werkstatt Gottfried Müller 1821 eingeheiratet und erfreute sich in der Oberlausitz und in Böhmen großer Beliebtheit. Die Orgel in Wendischbora hat acht klingende Register im Manual und zwei im Pedal.

Orgel in der Kirche Wendischbora1905 wurde sie durch den Orgelbaumeister G. H. Schäfer aus Freiberg umdisponiert. Außerordentlich originell erscheint das farbige Orgelgehäuse im Rokoko-Stil. Bei der grundlegenden Generalüberholung 2007 wurden die Zinkpfeifen im Prospekt gegen neue Zinnprospektpfeifen getauscht und das reizvolle Orgelgehäuses restauratorisch überarbeitet.

Die Kirchenfenster

Die Buntglasfenster stammen etwa aus den Jahren 1888/89 und wurden durch den Dresdner Kunstglaser Bruno Urban gestaltet. Nachdem besonders das Südfenster jahrelang in einem beklagenswerten Zustand war, konnten die Fenster 2003 restauriert werden.
Die übrigen großen Kirchenfenster wurden im Jahr 2000 durch zwei Gemeindeglieder und einige Helfer ehren-amtlich gänzlich neu geschaffen. Das hereinbrechende Tageslicht ist so immer wieder ein Bild dafür, dass man in unserer Zeit durchaus auch sehr erhellende Erfahrung machen kann mit Menschen, die für Gott und seine Gemeinde viel persönlichen Einsatz aufbringen.

Die drei Glocken

Wurden 1834 gegossen. Die große, 70cm hoch, 88cm Durchmesser, mit aus Ähren und Kornblumen geschmückten Fries, hat die Inschrift:
Heilige sie in Deiner Wahrheit / Dein Wort ist die Wahrheit / Nachdem die alten Glocken / am 16 Februar 1833 durch den / Kirchenbrand zerstört., sind die neuen unter dem Kirchen-Inspektoren Superintendenten Dr. A. F. F. Karg, dem / Collator Röder von Bornsdorf, und dem Gerichts Director F. W. Schreyer im October 1834 wieder hergestellt / worden. / Gegossen von Sigismund Schröttel Inspector der Königlich Sächsischen Stückgießerey in Dresden 1834. Cis.

In Inschrift und Ausstattung ist die mittlere, 54cm hoch, 69cm im Durchmesser messende Glocke ähnlich ausgestattet, jedoch am Schluss mit A bezeichnet. Die kleine, schwer zugänglich Glocke ist gegossen von Johann Gotthelf Grosse. (Königl. Stück- u. Glockengießer zu Dresden)

Die Nutzung der Kirche

Die Kirche wird durchschnittlich 14-täg für Gottesdienste genutzt. Nach der Renovierung der Orgel findet im Sommerhalbjahr in regelmäßigen Abständen eine Orgelvesper statt.

Zur Kirchgemeinde Wendischbora gehört das Dorf Mahlitzsch. Wendischbora mit ca.150 Gemeindegliedern ist Schwestergemeinde der Kirchgemeinden Raußlitz und Rüsseina.

Kontakt

Frau Monika Zideck
Wendischbora (Ecke Kirchweg zur Bundesstraße, rechts)
Tel.: 035242/ 67653
Pfarramt Rüsseina: 035242/ 68651
 

Bankverbindung

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für Kirchgeldeinzahlung

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